Exklusive Einrichtungs- und Kommunikationskonzepte konzipiert das Team von Opus – The Art of Design mit Sitz in Köln. Mit einem neuen puristischen Designkonzept wollen die kreativen Köpfe die Friseure begeistern.
TOP HAIR: Herr Schmitz, wenn Sie klassische Friseursalons betreten, überkommt Sie häufig eine Mischung aus Resignation und Wut. Warum das?
Wolfgang Schmitz
Wenn man in der heutigen Zeit Friseursalons betritt und die Atmosphäre sowie die Gestaltung wahrnimmt, muss man feststellen, dass Ausstattung, Atmosphäre und Anspruch, in eine Beautywelt einzutauchen, dem heutigen Zeitgeist nicht mehr gerecht werden.
Was gefällt Ihnen nicht am durchschnittlichen Einrichtungsstil?Diese überladenen Friseurbarock-Stile haben sich zwar in der Vergangenheit in der Masse bewährt, aber sie sind out und vergänglich. „Verspieltes und Verziertes tut der Menge gut, doch das Einfache soll der Kenner schätzen“, so ein Sprichwort von Hölderlin. Der erfolgreiche Friseur muss in der Zukunft als Leader nicht nur Frisuren gestalterisch, sondern auch das Ambiente und das Design seines Salons ebenbürtig kreativ darstellen.
Sie fordern einen neuen Purismus im Salondesign. Wie sieht der aus? Der Purismus ist nach unseren Vorstellungen das Salondesign der Zukunft. Warum? Der Konsument und das Design des Hairstylisten stehen so im Mittelpunkt und werden sozusagen zum Hero.
Raumgefühl soll Detailkrämerei ersetzen. Philipp Starck ist einer der edeutendsten Architekten der Neuzeit. Er designte Hotels mit einer neuen, noch nie da gewesenen Erlebniswelt. Empfangshallen wurden zu Kultstätten, Hotelzimmer zu Oasen. Salons der Zukunft sollten sich nicht mehr als „Haarabschneider, Färber und Lockendreher“ darstellen, sondern eine Welt von Beauty, Ästhetik und Erotik zelebrieren.
Also Salons, die nicht nach Salons aussehen. Welches Ziel verfolgen Sie damit? Wenn man als Salonleader auftritt und sich darstellt, kann man nur die Pyramide von oben erobern, d. h. einige ausgesuchte ohne Kompromisse realisierte Salons installieren. Nach erfolgreicher Einführung bleiben die Multiplikatoren nicht aus.
Es gibt immer mehr Friseurketten, Minibetriebe usw. Ist Ihr Konzept nur für die oberen 1.000 Salons? Und wo bleibt der Kunde in diesem Konzept? Der Konsument ist in der heutigen Zeit durch die Medien wie Kino, Internet, Fernsehen und Print aufgeschlossen für neue Beauty-Erlebniswelten. Denn immerhin hält er sich ca. zwei Stunden beim Friseur auf.
Woher beziehen Sie das Interieur? Opus ist keine Friseurcompany wie andere Marktteilnehmer, sondern wir beziehen unser Interieur von internationalen Partnern, um unseren individuellen Gestaltungen kein Produktkorsett aufzuerlegen.
Und wie sieht die Finanzierung aus? Um dieses neue puristische Designkonzept in der Branche zu realisieren, sind professionelle Planung und ein sorgfältiges Kostenmanagement von großer Wichtigkeit. Opus sieht sich als Partner professioneller Friseurunternehmen, mit dem sie gemeinsam und erfolgreich das Konzept in den Markt tragen können.